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Herz öffnen

„Das Herz öffnen statt Kopf zerbrechen“



Ein offenes Herz, was bedeutet das?


Unter einem offenen Herzen verstehen wir die Fähigkeit, sich ganz mit unseren tiefsten Gefühlen zu verbinden. Egal, wie angenehm oder unangenehm sie sind. Mit einem offenen Herzen treten wir in einen Dialog mit unseren Gefühlen und das Herz kann uns seine wirklichen Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte zuflüstern.


„Selbstbestimmt leben heißt, dass wir uns abgrenzen können, wenn wir es benötigen und unser Herz öffnen, wenn wir eine zugewandte Beziehung wünschen.“


Unser Herz ist mehr als ein Körperorgan, dass uns am Leben hält. Es ist ein Wahrnehmungsorgan und reagiert unmittelbar auf das, was wir im Moment fühlen. Unser Herz schlägt schneller, wenn wir verliebt sind, es klopft ängstlich, wenn wir Aufregung spüren. Wir können die Enge bei Traurigkeit genauso spüren, wie die Weite bei Freude und Glück. Wir können mit dem Herzen fühlen, denken und entscheiden. Das Herz kann schwer und leicht sein, es kann eng und weit werden,

Aus Sicht der Chinesischen Medizin ist es nicht nur für die Zirkulation des Blutes zuständig. Es gilt als "Kaiserorgan", als das wichtigste der inneren Organe. Neben der Fähigkeit zu lieben, uns selbst und andere, werden ihm vor allem geistig-seelische Aspekte zugeschrieben, die Klarheit des Denkens und des Fühlens.


Wenn das Herz sich nicht öffnen kann


Es ist vollkommen berechtigt, in gewissen Momenten das eigene Herz zu schützen und zu verschließen, wenn wir es aus eigener Entscheidung tun. Doch es gibt immer wieder Situationen und Beziehungen, in denen sich unser Herz wie automatisch verschließt. Situationen, in denen es uns schwerfällt, das Herz zu öffnen, obwohl wir uns danach sehnen.


„Warum fällt es uns manchmal so schwer, das Herz zu öffnen?“


Die Erfahrungen, die wir Laufe unseres Lebens gemacht haben, lassen Mauern um das Herz entstehen. Haben wir als Kind den Wunsch, in den Arm genommen zu werden und diesen Wunsch nicht erfüllt bekommen, ist das eine emotional schmerzhafte Erfahrung. Aus was für Gründen auch immer kein Erwachsener präsent war, spielt dann keine Rolle.

Wiederholen sich diese oder ähnliche Erfahrungen, beginnen wir die Mauer um das Herz zu bauen.

Viele unerfüllte Bedürfnisse nach Nähe, Liebe und Zuwendung lässt die Idee entstehen, dass die eigenen Bedürfnisse nicht wichtig sind. Und weil die eigenen Wünsche nicht wichtig sind, fühlt sich das Kind ebenfalls nicht wichtig oder liebenswert und verschließt das Herz und damit den Zugang zu den Gefühlen. Daraus resultiert eine harte Haltung sich selbst gegenüber.


Wie wirkt sich ein verschlossenes Herz aus?


Depressionen und Ängste oder der große Wunsch etwas im Leben zu verändern, sind Zeichen für eine Herzmauer. Wir spüren, das etwas fehlt. Innere Leere, fehlende Selbstachtung und Selbstliebe, Eifersucht, dazu Gier, Vergleiche mit anderen, Perfektionismus, Traurigkeit, Scham, Kämpfe um Anerkennung und Liebe, Ohnmachtsgefühle, Neid und Lügen, sind Warnsignale für ein verschlossenes Herz.

Gehen wir mit einem verschlossenen Herzen durch das Leben und ignorieren unsere Bedürfnisse, laufen wir Gefahr, dass wir in stetiger Sorge leben. Die Sorge, nie wirklich glücklich zu sein. Das wiederum führt zu unterschiedlichen körperlichen Erkrankungen, weil wir in einen chronischen Stresszustand gleiten. Ein dauerhaft erhöhter Stresshormonpegel schwächt das ganze Körpersystem.


Warum ist es sinnvoll sein Herz zu öffnen?


Weil wir mit einem offenen Herzen präsent im Hier und Jetzt sind und uns vom Leben berühren lassen. Gehen wir mit einem offenen Herzen durch das Leben, erkennen wir die Wunder um uns herum. Wir entwickeln einen Blick für die Schönheiten.

Auch der Blick auf uns als wichtiges Wesen, wird mit einem offenen Herzen liebevoll und gütig. Wir erkennen die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte und geben ihnen Raum und Zeit. Wir nehmen uns ernst und wichtig. Das erfüllte Leben mit Wundern und Glücksmomenten wird nicht nur selbstverständlich, sondern es wird dann erst möglich. Bzw. Dann entsteht der Raum, indem Wunder und Glücksmomente möglich werden oder wir provozieren sogar diese Momente.


Wie können wir lernen unser Herz zu öffnen?


Indem wir unsere Hand auf das Herz legen. Mit einem liebevollen Blick auf das Herz

schauen und wahrnehmen, was wir spüren. Die Gefühle, die dabei auftauchen dürfen

dann einfach gefühlt werden.

Das ist nicht immer leicht, doch mit der Zeit löst sich der ein oder andere Mauerstein.

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