Hallo November



November – sich neu fühlen

Die für den November typischen Nebelschwaden bedecken die Landschaft. Alles wirkt grau und trüb. Die letzten, von den Bäumen, herabfallenden Blätter zeigen uns die Vergänglichkeit ganz deutlich. November ist der Monat, der uns daran erinnert, dass alles einmal zu Ende ist. Es ist der Monat der Vergänglichkeit, des Sterbens, der Rückbesinnung.

Der November ist für viele Menschen ein emotional schwieriger Monat. Hier zeigen sich die Schattenseiten des Lebens. Ansprüche und Anforderungen, die viel Kraft und Energie kosten, werden uns im November so richtig bewusst. Die kulturellen Festtage zu Ehren der Verstorbenen lassen uns ganz deutlich spüren, dass alles Leben ein Ende hat.


„Was wollen wir vom Leben?“


Die letzten Monate dieses Jahres sind eine wichtige Phase für die Qualität des kommenden Jahres. Dank der Ruhepause im dunklen Erdreich, haben die Bäume, die Pflanzen die Kraft und Energie im Frühjahr zu wachsen und zu blühen und Früchte zu tragen.


„Nutzen wir die dunklere Jahreszeit zum bewussten Rückzug?“


Dank elektrischem Licht können wir das ganze Jahr im außen sein, Arbeit, Kino, Party, Fernseher etc. So werden die Schattenseiten des Lebens immer weiter in den Schatten gedrängt – nicht gefühlt.

Pause, Rückzug, Verabschieden, Loslassen, Trauern - all das braucht es, damit auch wir wachsen, blühen und Früchte tragen können.

So wie die Natur sich tief ins Erdreich zurückzieht, dürfen wir Menschen diese Zeit nutzen, von außen nach innen zu blicken.


Wie wäre es, wenn ich die Stille für das Lauschen nach Innen zulasse?

„Was werde ich dann hören?“


Wie wäre es, wenn ich die Ruhe zum Regenerieren nutze?

„Wofür benötige ich die Kraft?“


Wie wäre es, wenn ich mir Zeit zum Verabschieden nehme?

„Was möchte ich Neues in mein Leben einladen?“


Haben wir den Mut uns diesen Fragen zu stellen, sie zu beantworten und uns zu verabschieden dann können wir uns neu FÜHLEN – machen Platz für die Zukunft.