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Hallo Zeit Teil 2

„Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“

(Mark Twain)


Jammern für Profis


Eine Gebrauchsanleitung


Erst schreiben wir über „Schluss mit dem Jammern“ und nun

„Jammern für Profis“

Was ist nun richtig? Soll ich doch Jammern? Oder lieber nicht? Bei „Schluss mit Jammern“ geht es um das notorische „Die Welt ist schlecht Gejammer“ - das energieraubende Jammern.

Das, was uns von unserer Lebensfreude abbringt und Lebenszeit kostet. „Das Wetter sollte besser sein.“ „Ich habe zu wenig Zeit“, „Früher war alles besser.“ …..

Doch was tun, wenn es uns wirklich schlecht geht? Wenn wir jemanden brauchen, der uns einfach nur zuhört? Dann hilft es, einmal entschlossen zu jammern. Nicht nebenbei

und im Vorbeigehen, sondern mit dem ganzem Herzen.


Wie jammere ich effektiv und entschlossen?

Mir ist bewusst, dass ich unzufrieden bin, dass mich etwas stört und belastet. Etwas darf sich ändern. Ich will eine Veränderung. Diese Bedürfnisse nach Veränderungen nehme ich deutlich wahr, indem ich mir mein Leben anschaue.

Dann bitte ich Menschen, denen ich vertraue, um ihr Ohr und die Bereitschaft sich mein Klagen und Jammern anzuhören. Mit der Bitte, mir keine Ratschläge und Tipps zu geben. Ebenfalls ist es nicht erwünscht ähnliche oder sogar schlimmere Ereignisse kundzutun. Außer einem Nicken und „Ich verstehe dich!“ will ich nichts hören.

Der Raum und die Zeit sind nur für mein Klagen und Jammern geöffnet, jedoch nicht

durchgängig. Ich gebe mir einen Zeitrahmen und beende mit einem Schlusssatz, wie: „Das

musste jetzt einmal raus!“

Vielleicht will ich eine Umarmung, ein tröstendes Wort – dann bitte ich darum.


Neue Sichtweisen und Lösungen können sich auftun.

Die Bereitschaft für Veränderung entsteht häufig erst durch das Bewusstwerden, wie

einschränkend die Situation gerade wirklich ist. Und das Bewusstwerden der eigenen

Veränderungswünsche entsteht nicht, wenn wir im Kollektiv jammern und klagen - Irgendeinem geht es schließlich immer schlechter.

So eine geplante „Jammerzeit“ kann erleichtern und etwas in Bewegung

bringen. Natürlich können wir anschließend auch die Menschen, die uns zugehört haben, um ein

Feedback bitten, z.B.

  • Was würdest du an meiner Stelle tun?

  • Was könnte ich anders machen?

  • Wenn ja, was genau?

  • Tue ich irgendetwas, das ich lieber bleiben lassen sollte?

Und wenn keiner in der Nähe ist, dem wir unser Herz ausschütten können, dann gibt es immer noch einen Stift und ein Blatt Papier. Sich 10 Minuten alles von der Seele zu schreiben, ohne Unterbrechung alles auf das Ppier bringen, was jetzt einmal raus muss, ist wohltuend und entlastend.

Anschließend können wir mit uns selbst in einen Dialog treten und uns vorstellen,

  • was mein bester Freund oder Freundin mir raten würde.

  • was funktioniert, von dem, was ich tue?

  • wovon will ich mehr und was kann ich jetzt sofort dafür tun?




Fazit:

Jammern - JA, doch nur mit einem anschließenden JA zum Handeln.



So vieles ist in uns

Alles hat seine Zeit

Loslassen und festhalten

Geben und nehmen

Zögern und Handeln

Reden und Schweigen

Eilen und Ruhen

Bleiben und Gehen

Wachsen und Vergehen

Glück bedeutet, all das leben zu

lassen,

alles zu seiner Zeit


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